Ankunft im Minutentakt

Beginn der Feuerwehr-Aktionswoche

  •                                              
  •   Schnell vor Ort: 90 Feuerwehrleute nahmen an der Übung bei der Eibelstädter Firma LHG teil.
                          Schnell vor Ort: 90 Feuerwehrleute nahmen an der Übung bei der Eibelstädter Firma LHG teil.

Foto: HELMUT RIENECKER

Schon einen Tag vor dem Beginn der Aktionswoche der Bayerischen Feuerwehren eröffnete sie der Abschnitt Mitte des Landkreises Würzburg mit einer Großübung. Das Ziel der Aktionswoche ist es, breite Schichten der Bevölkerung für die Arbeit der Feuerwehren zu sensibilisieren und neue Mitglieder zu werben.

Nicht nur für Hilfeleistungen opfern die Frauen und Männer ihre freie Zeit. Noch viel mehr Stunden verbringen sie bei der Aus- und Weiterbildung und bei Übungen. So wie am Donnerstagabend in Eibelstadt. Über 90 Feuerwehrleute, Jung und Alt, folgten dem Ruf der Sirenen und Piepser zur Firma LHG in Eibelstadt. Dort, so lautete das Szenario der Übung, war im Verwaltungstrakt ein Brand ausgebrochen, acht Personen wurden noch in dem Gebäude vermisst. Mit ihren Lastwagen beliefert der Eibelstadter Betrieb Einzelhändler, Bäckereien und Tankstellen im Umkreis von 250 Kilometern mit Lebensmitteln, Getränken und Genusswaren.

Fünf Minuten nach der Alarmierung fuhren schon die ersten Feuerwehrfahrzeuge aus Eibelstadt auf den Hof der LHG. Zu diesem Zeitpunkt hatten die 20 Mitarbeiter, die zu der späten Stunde noch arbeiteten, das Gebäude schon verlassen und trafen sich am Sammelplatz.

Nahezu im Minutentakt kamen jetzt weitere Kräfte aus Sommerhausen, Winterhausen, Kleinochsenfurt und Frickenhausen dazu. Einsatzleiter Kreisbrandmeister Dieter Schöll teilte sie für verschiedene Aufgaben in mehreren Abschnitten ein. Die Wehren aus Eibelstadt, Sommerhausen, Winterhausen und Frickenhausen übernahmen zuerst die Suche nach den Vermissten und brachten den Brand unter Kontrolle.

Weil in dem Bürogebäude eine starke Verrauchung angenommen wurde, führten zehn Trupps unter Atemschutz diese Arbeiten durch. Über Steckleitern und das Treppenhaus retteten sie die acht Vermissten, die von jugendlichen Feuerwehrmännern dargestellt wurden.

Weil für einen eventuellen Großbrand oft mehr Löschwasser benötigt wird, als das Hydrantennetz hergeben kann, sorgte die Kleinochsenfurter Feuerwehr für Nachschub. Sie hatte ihre Pumpe an einen Tiefbrunnen bei der Firma Lewandowsky in Betrieb genommen. Über Schlauchleitungen und ein Rohr unter der B13 schickten sie das rettende Nass auf die andere Straßenseite. Von da aus legte der Schlauchwagen der Eibelstadter eine 500 Meter lange Leitung zum Brandort. Hier wurde ein Wasserwerfer angeschlossen der an die 1000 Liter pro Minute leistet. Doch um keinen unnötigen Wasserschaden zu verursachen, war die Mündung auf ein nahes Wäldchen gerichtet.

Nach einer halben Stunde waren alle Vermissten gefunden und in Sicherheit gebracht worden. Das Feuer war auch aus und so trafen sich die 90 Feuerwehrler im Eibelstadter Feuerwehrhaus, um die wohl verdiente Brotzeit zu genießen. Die hatte der Betriebsleiter der LHG Martin Nilus spendiert.

Bei ihrem Resümee der Übung fanden Kreisbrandinspektor Alois Schimmer, Einsatzleiter Kreisbrandmeister Dieter Schöll und der Bürgermeister Heinz Koch durchwegs lobende Worte für die Frauen und Männer der Feuerwehren. Sie bedankten sich für die Leistung und das Engagement der Ehrenamtlichen und lobten ihre Schnelligkeit und Zuverlässigkeit. Ohne sie wäre ein funktionierendes Feuerwehrwesen mit einer schnellen Verfügbarkeit bei Tag und Nacht und auch in entlegensten Ortschaften unbezahlbar.

 Quelle Mainpost
Dieser Beitrag wurde unter Aktuell veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.