Wenn´s auf der Nixe brennt

Übung für Fährhelfer

 

Kurz vor dem Beginn der Fährsaison trafen sich die Schiffsführer und Fährhelfer der Nixe zu einer besonderen Ausbildung. Mitglieder der Feuerwehr zeigten ihnen, was bei einer eventuellen Evakuierung des Schiffes oder bei einem Brand zu beachten ist.

 Unter der Leitung von Kreisbrandmeister Ralf Pfeffer nahmen auch die Feuerwehrboote aus Ochsenfurt und Frickenhausen an der Übung teil. Nachdem der Fährhelfer und aktive Wassersportler Ralf Hamm alles Wissenswerte über die 99 Schwimmwesten und drei Rettungsringe an Bord erklärt hatte, lernten sie, wie man älteren Menschen oder Kindern beim Anlegen hilft.

Dann machten die beiden Feuerwehrboote längs der Nixe fest, um das Übersteigen auf die „Rettungsboote“ zu üben. Das könnte zum Beispiel nötig sein, wenn die Nixe auf einer ihrer Fahrten auf dem Main einen Motorschaden bekommt, oder aus anderen Gründen manövrierunfähig würde. Mit Unterstützung eines Fährhelfers gelang der Übergang auf die Feuerwehrboote nach einigen Versuchen reibungslos.

Auch die Bootsführer der Feuerwehr wissen jetzt genau, an welcher Stelle der Nixe sie ihre Boote festmachen müssen. Zur gleichen Zeit übte eine weitere Gruppe der Nixe-Besatzung den Umgang mit Feuerlöschern. Fast jeder kennt sie, die meisten haben einen im Haus, aber die Wenigsten haben schon einmal einen „abgefeuert“.

Dazu hatten sie nun auf der Mainwiese unter professioneller Anleitung durch erfahrene Feuerwehrmänner die Gelegenheit. Wie bei der Grundausbildung einer Feuerwehrfrau, oder eines Feuerwehrmannes, galt es für sie, ein Feuer aus einem Benzin-Diesel Gemisch zu löschen. Das erwies sich als gar nicht so leichte Aufgabe und die Teilnehmer erkannten, wie schnell ein sechs Kilo Löscher sein Pulver verschossen hat. Erst wenn die Entfernung zum Brandherd, der Winkel des Pulverstrahls und die Taktik stimmen, gibt es hier einen schnellen Erfolg.

Zu ihrer Überraschung erfuhren viele Fährhelfer, dass die Nixe neben Feuerlöschern auch eine eigene Feuerlöschpumpe an Bord hat. Ralf Pfeffer erklärte ihnen, wie die mit 220 Volt betriebene Tauchpumpe eingesetzt wird, und wie man mit dem Strahlrohr umgeht. Von Löschversuchen an einem brennenden Schiffsmotor mit Wasser riet er jedoch ab. Wegen der dabei brennenden heißen Flüssigkeiten kann so etwas ohne die richtige Ausbildung und Ausrüstung für den Helfer selbst brandgefährlich werden.

 Quelle: Mainpost.de
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