Großbrand verursacht Millionenschaden

Polizei geht von Millionenschaden aus – Ursache ist noch nicht bekannt

 Ein Großbrand zerstörte am frühen Freitagmorgen die Zimmerei Juks. Den ganzen Vormittag über waren rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr damit beschäftigt, ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Das Betriebsgebäude brannte größtenteils bis auf die Grundmauern nieder. Der Schaden geht vermutlich in die Millionen. Menschen wurden dabei zum Glück nicht verletzt.

Durch einen lauten Knall waren die Nachbarn aus dem Schlaf gerissen worden. Eine Anwohnerin berichtet, wie sie gegen 3.20 Uhr aus dem Fenster sah und die Flammen bemerkte, die bereits aus dem südlichen Gebäudeteil aufstiegen. Dort waren unter anderem die Schlosserwerkstatt, das Büro und der Aufenthaltsraum des Zimmereibetriebs untergebracht. Sie verständigte die Feuerwehr und musste mit ansehen, wie der Brand in Sekundenschnelle auf das gesamte Dach der Fertigungshalle übergriff.

Als die Feuerwehr wenig später an der Zimmerei eintraf, stand eine 50 Meter hohe Feuersäule über dem Anwesen, berichtet die Polizei. Mit Hilfe großer Mengen Löschwasser gelang es den Einsatzkräften relativ schnell, den Brand unter Kontrolle zu bringen, so Kreisbrandinspektor Alois Schimmer. Begünstigt wurden die Löscharbeiten durch die Lage des Gebäudes. Die Halle steht frei und ist von allen Seiten zugänglich.

Die Feuerwehrleute konnten auch verhindern, dass der Brand durch Funkenflug auf benachbarte Gebäude übergriff. Dabei kam der Umstand zur Hilfe, dass Windstille herrschte. Neben Wohnhäusern liegt auch das Danone-Dessertwerk in unmittelbarer Nachbarschaft der Zimmerei. Zuvor waren zur Sicherheit etwa 20 Bewohner aus umliegenden Häusern in Sicherheit gebracht worden. Sie wurden von Mitarbeitern des Rettungsdienstes betreut.

Um die Löschwasserversorgung sicherzustellen, war mit zwei Leitungen Wasser aus dem Main zum Brandherd gepumpt worden. Außerdem stellte Danone die werkseigene Löschwasser-Zisterne zur Verfügung, so Kreisbrandinspektor Alois Schimmer. Um auszuschließen, dass Verkehr, insbesondere der Lieferverkehr des Danone-Werks, die Löscharbeiten behindert, wurde die Ortsdurchfahrt gesperrt. Erst gegen 8 Uhr wurde die Straße wieder freigegeben. Ein Raub der Flammen wurden auch mehrere Fahrzeuge, die in der Halle untergestellt waren, sowie große Mengen gelagertes Bauholz.

Die Glutnester, die sich in den Holzstapeln gebildet hatten, drohten auch Stunden nach dem Brand immer wieder aufzuflammen. Bis in den späten Vormittag hinein waren die Feuerwehren deshalb mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Bereits gegen 8.20 Uhr riss ein Bagger die einsturzgefährdeten Teile des Hallendachs ab, berichtet die Polizei. Ein Statiker prüfte anschließend, wie weit die restliche Halle begehbar ist.

Betroffen verfolgten Anwohner die Lösch- und Aufräumarbeiten. Unter ihnen auch Eigentümer Peter Juks, der den Betrieb vor 25 Jahren übernommen und vor 15 Jahren die neue Betriebsstätte vor den Toren Goßmannsdorfs aufgebaut hatte. Aussagen über die Brandursache kann die Polizei bislang nicht machen. Spezialisten der Kriminalpolizei nahmen bereits während der Löscharbeiten ihre Ermittlungen auf. Auch der Schaden lässt sich gegenwärtig noch nicht beziffern. Die Polizei geht davon aus, dass er sich in Millionenhöhe bewegt.

Insgesamt waren zwölf Feuerwehren aus den Ochsenfurter Stadtteilen und den umliegenden Gemeinden sowie die Werksfeuerwehr der Ochsenfurter Zuckerfabrik an den Löscharbeiten beteiligt. Wie Kreisbrandinspektor Alois Schimmer mitteilt, muss der Brandherd noch mindestens das Wochenende über intensiv überwacht werden, um auszuschließen, dass sich verborgene Glutnester erneut entzünden.

 
 Quelle. Mainpost.de
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